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Obrigheim. In einer Informationsveranstaltung von CDU und Gemeinderatsfraktion CDU/Bürgerliste stellte AWN-Geschäftsführer Dr. Matthias Ginter das Gutachten zur Abwärmenutzung vor. Danach informierte Fraktionsvorsitzender Karl Heinz Neser über die Arbeit von Gemeinderat und Kreistag. Ginter gab zunächst eine Übersicht, was die AWN im Bereich der erneuerbaren Energien tut. Schon im Dezember 2008 konnte man die Energieautarkie für die Privathaushalte verkünden, denn mit dem im Landkreis erzeugten Strom können 250.000 Bürger versorgt werden. Der Landkreis ist hier bundesweit führend, was durch die Auszeichnung Bioenergieregion dokumentiert wird. Hier will man in den nächsten Jahren ca. 30 Millionen € investieren; dabei bieten sich auch neue Chancen für die Landwirtschaft. Ginter machte auch deutlich, dass das Biomasseheizkraftwerk Obrigheim (BKWO) im Rahmen eines Bioenergiezentrums geplant wurde, also die Nutzung der Abwärme immer vorgesehen war. Man habe ein Wärmepotenzial von 119 MWh, was 11,9 Millionen Liter Heizöl entspricht. Vom Gutachter wurden für das BKWO sieben Möglichkeiten untersucht: Aufbau eines Wärmenetzes, Kühlung, Trocknung, Unterglasanbau, Warmwasseraquakultur (Fische) sowie Wärmetransport. Alle Projekte seien technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll. Für das Wärmenetz wurden zwei Trassenverläufe untersucht und unter der Annahme von sieben Hauptnutzern (z.B. Kläranlage, Neckarhalle, Schulen, Vereinshaus etc.) durchgerechnet; KWO ist schon durch eine Wärmeleitung angeschlossen, die noch ausgebaut wird. Der Bau der Wärmeleitung wird auf 1 Million € geschätzt. Wohngebäude am Trassenverlauf könnten angeschlossen werden. Der Wärmepreis liege zwischen 3,5 und 4,5 Cent. Das Kreiskrankenhaus Mosbach und das Freischwimmbad Schwarzach könnten über mobile Latentwärmespeicher versorgt werden. Im Gutachten für den Landkreis werden insgesamt 12 Projektvorschläge gemacht, die einen Invest von 21 Mill. € zur Folge haben (= 40.000 MW Leistung). Bei steigenden Energiepreisen würde die Abwärmenutzung immer interessanter, denn letztlich entscheidet der Preis. Die Projekte seien jetzt weiter voranzutreiben; dabei seien noch einige Hausaufgaben zu machen. Zu klären ist, wer baut und wer Betreiber ist; hierbei ist eine Stellungnahme des Obrigheimer Gemeinderats erforderlich. Auf der Homepage der CDU Obrigheim kann der Vortrag von AWN-Geschäftsführer Dr. Ginter unter „cdu-obrigheim.de“ eingesehen werden. In seinem Kreistagsbericht ging Neser auf die Themenbereiche Kreisschulen, Krankenhäuser, S-Bahn und Datenautobahnein. Schwerpunkte der Gemeinde sind die energetische Sanierung von Rathaus und Realschule sowie die Sanierung „alter Ortskern“. Für den Übergang Kindergarten-Grundschule sind zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Sprachkompetenz geplant.
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