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Pressemitteilungen der CDU Obrigheim

Hier finden Sie eine aktuelle Pressemitteilung der CDU Obrigheim.

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KWO-Stilllegung Frevel am Vermögen des Volkes
Obrigheimer CDU feierte 60-jähriges Bestehen/Bioenergiezentrum kein Ersatz für KWO

Obrigheim. Im Bürgersaal der Neckarhalle feierte die Obrigheimer CDU ihr 60-jähriges Bestehen, wozu CDU-Ortsvorsitzender Ingo Link neben zahlreichen Mitgliedern Minister Peter Hauk MdL, Dr. Thomas Ulmer MdEP, BM Roland Lauer, Ex-BM Roland Zimmermann, den CDU-Ehrenvorsitzenden Karl Heinz Neser sowie zahlreiche CDU-Delegationen aus benachbarten Ortsverbänden begrüßen konnte. Bei der Feier konnten auch zahlreiche Mitglieder geehrt werden.

Link wies eingangs darauf hin, dass es für viele politisch interessierte Leute ein großer Schritt ist, Parteimitglied zu werden. Dennoch braucht ein demokratischer Staat Parteien, und so könne man mit Recht stolz sein, in Obrigheim über sechs Jahrzehnte hinweg kontinuierlich präsent und aktiv gewesen zu sein. Karl Heinz Neser, der mehr als 30 Jahre Ortsvorsitzender war und in dieser Funktion viel in Obrigheim und der CDU bewegt hat, unternahm, unterstützt durch eine Bildpräsentation, einen Streifzug durch die Obrigheimer Parteigeschichte, wobei er manche Anekdote aus den hart umkämpften 70er und 80er Jahren zum Besten gab, denn das „rote Obrigheim“ war lange Zeit kein „CDU-Pflaster“.

Neser erinnerte daran, dass die Gründung eines CDU-Ortsverbandes im Zusammenhang mit den ersten Kommunalwahlen nach dem 2. Weltkrieg „zwischen den Jahren“ 1945/46 erfolgt ist; von Mörtelstein wisse man sogar das genaue Datum: 7. Januar 1946. In Obrigheim traten damals 15 Bürger der CDU bei; Vorstand war Theodor Knapp; in Mörtelstein waren es 5 Bürger, Vorstand war BM Wilhelm Heiß. Der überkonfessionelle Charakter der neuen Partei zeigte sich auch in der Mitgliederstruktur; Landwirte dominierten. Neser berichtete dann sehr ausführlich über die Zeit seit 1962, aus der die Unterlagen lückenlos vorhanden sind. Insbesondere in der Zeit der Vorsitzenden Albert Gebele und Anton Pichl (1965-1973) wurde die CDU nun stärker wahrgenommen. Mit Karl Heinz Neser (1973-2003) als Vorsitzendem gelang dann die Positionierung in der Kommunalpolitik. Dabei mussten  auch manche Strukturen aufgebrochen werden, bis die CDU akzeptiert war. Die Kommunalwahlen 1975 und 1980 sowie die für die CDU erfolgreichen Bürgermeisterwahlen 1980 und 1990 waren dabei wichtige Wegmarken. 2003 wurde mit der Wahl von Ingo Link der Generationenwechsel vollzogen.

Europaabgeordneter Dr. Thomas Ulmer gratulierte für 60 Jahre erfolgreiche Arbeit. Er wies auch auf 53 Jahre aktive Regierungsarbeit der CDU in Baden-Württemberg hin. Dies sei auch ein Grund, dass das Land in den meisten Bereichen einen Spitzenplatz hat und es besser als andere Länder dasteht. Die Abschaltung des KWO bezeichnete er als einen „Frevel am Vermögen des Volkes“ und ganz im Gegensatz zur internationalen Entwicklung. Es werde so weit kommen, dass uns dann Russland Gas liefert, weil man in Deutschland die Kernkraftwerke abstellt, und Russland 25 Kernkraftwerke baut, die dann auch noch den Strom nach Deutschland liefern. Ulmer: „Mit ineffizienten Windrädern kann man nicht die Zukunft gewinnen!“

Auch Minister Peter Hauk nahm sich des Energiethemas an, nachdem er andere Bereiche der Landespolitik gestreift hatte. Überall würden die Laufzeiten für Kernkraftwerke verlängert, auch das KWO hätte dazu die Chance gehabt, wenn die Bundestagswahl zu einem anderen Ergebnis geführt hätte. Die nationalen Stromversorger setzten auf Kohle und Gas, was vom Klimaschutz abzulehnen sei, und Stromimport. Damit werde die Energie verteuert; Wirtschaft aber auch Bürger würden damit belastet. Er sprach sich für einen vernünftigen Ausbau der alternativen Energien als Teil des Energiemixes aus, der die Kernkraft für eine Übergangszeit beinhaltet. Bei uns liege das Potential in der Biomasse und der Geothermie; auch der Anteil biogener Kraftstoffe werde wachsen. Der Weg zu einem Bioenergiezentrum Obrigheim sei kein einfacher Weg und vor allem kein Ersatz für KWO.

Folgende Mitglieder wurden dann für langjährige Mitgliedschaft geehrt: Franz Nachreiner brachte es auf 50 Jahre und Kurt Krones auf 40 Jahre. 30 Jahre sind dabei: Erwin Brauss, Klaus-Peter Dittmer, Jürgen Kühner und Wolfgang Metzger; 25 Jahre:  Marianne Barth, Marliese Ehrmann, Wolfgang Lintz, Albert Ludäscher, Ernst Ludäscher und Edeltraud Neumann; 20 Jahre: Klaus Beckfeld, Georg Gierloff, Horst Keller, Josef Kreiss, Horst Keller und Roland Lauer.


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